Das Phänomen scheint Landesgrenzen zu überschreiten: Spätestens um 10 Uhr am Morgen ist man allein im Hafen. Das ist auch an diesem Mittwoch in Karlsborg so – die Maxi namens ‚JoJo‘ (unser Spitzname für Helenes Cousin Jonathan) sind die letzen vor uns. Manchmal fühle ich mich, als würden wir irgendetwas nicht wissen und deshalb verpassen. Das ist glücklicherweise einfach abzuschütteln. Heute wartet zum Beispiel die letzte Aufwärtsschleuse in Forsvik auf uns. Und die wird nicht einfach so ‚zu‘ oder gar ‚weg‘ sein! Das bestätigt uns auch das derzeit meist verwendete Druckerzeugnis an Bord: Der ‚Göta Kanal Skipper-Guide‘. Also treibt uns nichts und wir geniessen unser ausgedehntes Frühstück – ist ja zumeist auch die einzige richtig ruhige Mahlzeit zu dritt. Kurz darauf dieseln Johanna und Jan auf ‚Atacama‘ am Steg vorbei, die sehr früh in Motala aufgebrochen waren. Wir tauschen uns während ihrer Vorbeifahrt kurz über die noch nicht gänzlich verarbeiteten Erlebnisse von gestern aus. Die sitzen tief.
